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[Verse 1]
Ich steh’ am Morgen auf, doch irgendwer trägt mein Gesicht,
zwei müde Augen im Spiegel – doch ich bin es nicht.
Ich zieh’ meine Stiefel an und fahr’ hinaus,
und fühl’ mich wie ein Fremder mit meinem Namen.
Ich geh’ zur Arbeit, doch es fühlt sich nicht nach Leben an,
ich seh’ da einen Mann, der nur noch funktionieren kann.
Er macht, er schweigt, bis jede Stunde zerbricht,
doch nach der Schicht erkennt er sich nicht.
[Pre-Chorus]
Mein Gesicht trägt Narben, jede trägt ihre Spur,
von jedem „Bleib stark“, von jedem Schwur.
Ich hab’ mein Herz verschenkt, bis nichts mehr übrig blieb,
und keiner fragte, ob ich mich selber noch lieb’.
[Chorus]
Motor läuft – Seele leer,
ich fahr’ durch die Nacht und fühl’ gar nichts mehr.
Wohin diese Straße führt, weiß ich längst nicht mehr,
ich seh’ mein Gesicht, doch der Mann darin fehlt.
Ich hab’ alles gegeben, bis nichts mehr blieb,
war für jeden da, nur nicht für mich.
Motor läuft – Seele leer,
und irgendwo draußen such’ ich mich selbst.
[Verse 2]
Ich weiß nicht mehr, was ich mag, was mir wirklich gehört,
hab’ für andere gelebt, bis mein eigener Ruf verstummt.
War immer der Mann, der weitergeht,
auch wenn unter dem Hemd längst alles brennt.
Ich hab’ „Ja“ gesagt, wenn meine Seele „Nein“ geschrien hat,
hab’ meine Träume begraben, damit jemand anders Platz hat.
Hab’ meine Nächte und Jahre verschenkt,
bis selbst mein Spiegelbild sich von mir abwendet.
Jetzt ist der Akku leer, kein Saft mehr im Herz,
zu viel Asphalt, zu viel Gewicht und Schmerz.
Ich such’ in meinen Taschen nach dem Mann, der ich mal war,
find’ rostige Schlüssel und ein altes Jahr.
[Chorus]
Motor läuft – Seele leer,
ich fahr’ durch die Nacht und fühl’ gar nichts mehr.
Wohin diese Straße führt, weiß ich längst nicht mehr,
ich seh’ mein Gesicht, doch der Mann darin fehlt.
Ich hab’ alles gegeben, bis nichts mehr blieb,
war für jeden da, nur nicht für mich.
Motor läuft, Seele leer,
doch solange er läuft, komm’ ich vielleicht noch heim.
[Bridge]
Vielleicht liegt irgendwo hinter dieser verdammten Stadt
noch ein Stück von dem Jungen, den ich einmal hatt’.
Vielleicht muss ich anhalten, bevor gar nichts mehr bleibt,
die Tür aufmachen, aussteigen – und sehen, wer da schreit.
Kein Held, kein Heiliger, kein Outlaw-König,
nur ein Mann mit kaputten Händen und Erinnerungen zu wenig.
Doch solange der Motor noch tief unter mir brennt,
gibt’s vielleicht noch einen Weg, auf dem mein Herz mich erkennt.
[Final Chorus]
Motor läuft, Seele leer,
doch ich geb’ mich nicht selber her.
Mit Narben auf der Seele und Dreck an meinen Schuh’n,
hab’ ich noch einen Weg, den ich muss tun.
Ich war zu lange Beifahrer in meinem Leben,
hab’ alles verschenkt, was ich konnte geben.
Motor läuft, Seele leer –
doch vielleicht find’ ich mich irgendwann wieder hier.
[Outro]
Steig ein, wenn du bleiben willst,
doch frag nicht, wohin die Straße führt.
Ich war zu lange Beifahrer in meinem Leben –
jetzt wird’s Zeit, dass mein Herz wieder das Steuer berührt.
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