...
[Intro – gesprochen]
Sie seh’n den Truck. Den Chrom. Den Diesel.
Sie denken: Freiheit.
Doch sie sehen nicht den Preis.
[Strophe 1]
Sie glauben, Truckerleben heißt,
Motor an und einfach raus.
Kein Büro, kein Chef im Nacken,
nur die Straße, weit hinaus.
Doch die Wahrheit stinkt nach Diesel,
nach kaltem Kaffee, Schweiß und Dreck.
Termine sitzen dir im Nacken,
und der Schlaf bleibt oft zurück.
Regen peitscht gegen die Scheibe,
Nacht frisst sich durch Haut und Knochen.
Während andere zuhause schlafen,
hast du hundert Meilen vor den Ochsen.
Parkplatz voll, die Augen brennen,
doch die Fracht muss weitergeh’n.
Keiner fragt, wie müde du bist –
nur wann sie vor der Tür soll steh’n.
[Refrain]
Freiheit wird mit Einsamkeit bezahlt,
mit jeder Nacht allein im Blech.
Du hast die Straße unter Rädern,
doch zuhause fehlt dein Platz am Tisch.
Sie sagen: „Bruder, du bist frei,
du kannst doch fahren, wohin du willst.“
Doch was ist Freiheit, wenn du ständig
dort fehlst, wo dein Herz zuhause ist?
[Strophe 2]
Die Kabine wird zum Zuhause,
vier Wände, Bett und Motorlicht.
Rastplätze werden deine Höfe,
fremde Stimmen ersetzen dein Gesicht.
Tankstellen, Neon, Automatenkaffee,
wieder irgendein Parkplatz im Wind.
Du kennst mehr Kilometer als Menschen,
und vergisst, wie leise Häuser sind.
Geburtstage zieh’n an dir vorbei,
Feiertage ohne deinen Stuhl.
Du hörst die Stimme deiner Kinder,
doch das Handy ersetzt keine Nähe.
Du sagst: „Ich bin bald wieder da.“
Doch selbst du weißt nicht, wann.
Denn die Straße kennt kein Mitleid,
und die Ladung wartet dann.
[Bridge]
Und wenn nachts der Motor schweigt,
der Regen gegen die Scheibe schlägt,
dann bleibt nur dein eigenes Schweigen,
und die Frage, wie lange das geht.
Wie viele Meilen kann ein Mann noch fahren,
bis er vergisst, wofür er fährt?
Wie viel Freiheit kann man tragen,
wenn sie einen von allem trennt?
[Strophe 3]
Du bist kein Held aus einem Film.
Du bist ein Mann, der funktionieren muss.
Mit Schmerzen tief im Rücken,
Schlafmangel und Diesel im Blut.
Du bewegst, was andere brauchen:
Essen, Stahl und Maschinen.
Wenn du nicht fährst, steht etwas still –
doch dein eigenes Leben kann’s auch verdienen.
[Finaler Refrain]
FREIHEIT WIRD MIT EINSAMKEIT BEZAHLT!
Mit Schweiß, mit Narben, Nacht für Nacht!
Sie nennen uns Könige der Straße,
doch kein König bleibt von Heimweh verschont.
Du kannst tausend Kilometer fressen
und trotzdem keinen Schritt nach Hause kommen.
Du bringst die Welt von Ort zu Ort,
doch deine eigene Welt bleibt hinter dir zurück.
Jede Abfahrt kostet ein Stück von dir,
jede Heimkehr macht dir klar, was du verpasst hast.
Die Straße gibt dir Freiheit,
doch sie nimmt dir Zeit.
Und Zeit, verdammt,
kriegst du niemals zurück.
[Outro – gesprochen]
Motor an.
Licht an.
Gang rein.
Noch ein paar hundert Kilometer.
Irgendwo wartet die nächste Ladung.
Und irgendwo wartet ein Zuhause.
Also fahr.
Aber vergiss niemals:
Hinter jedem Truck sitzt ein Mensch.
Und Freiheit hat ihren Preis.
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