DREI WOCHEN VORAUS
[Classic Southern Dark Outlaw Country]
...
[Strophe 1]
Ich hab die Schnauze voll von diesem Dreckskaff hier,
zu viele Vollidioten, die geh’n mir ans Geschwür.
Ich pack meine Knarre, den Whiskey, meine Sünden,
und zeig der ganzen Welt den Mittelfinger von hinten.
Ich fahr dahin, wo die Landkarten enden,
wo Kojoten beten und Klapperschlangen pennen.
Keine Kirchenglocken, kein Nachbar, der mich nervt,
nur ich, der alte Satan und ein Graben, der versifft.
[Strophe 2]
Ich will ’nen Fleck, den selbst Gott nicht mehr kennt,
wo der Postbote schon vor der Ankunft in Rente rennt.
Von meiner Veranda seh ich meilenweit raus,
wer in drei Wochen hier aufkreuzt vor meinem Haus.
Gefällt mir deine Fresse nicht, dein Truck oder dein Gelaber,
mach ich mich ganz gemütlich vom Acker, mein Lieber.
Du wirst dich fragen, ob dein Hirn dich bescheißt,
wie Elvis in der Hölle, wenn der Mitternachtszug entgleist.
[Refrain]
Ich zieh dahin, wo die letzte Straße verreckt,
wo der Geier seine Kreise und der Teufel sich versteckt.
Kein verdammtes Netz, keine Klingel an der Tür,
nur ’ne rostige Schrotflinte und ’ne räudige Katz bei mir.
Wenn du mich suchst, bring dein eigenes Grab gleich mit,
ich bin nicht dein Kumpel und auch nicht dein verdammter Knecht.
Ich seh dich kommen durch den Whiskey-Dunst,
dann bin ich weg wie Rauch – das ist meine letzte Kunst!
[Strophe 3]
Ein kaputter alter Truck und ein Hund namens Tod,
’ne Matratze, die riecht wie ein Leichenwagen in Not.
Bohnen aus der Dose, das Dach voller Löcher,
ein Herz aus Schotter und die Taschen voller Flüche.
Mein einziger Nachbar ist ein toter Baumstumpf,
der redet weniger Scheiße als die Lebenden im Sumpf.
Ich piss von der Veranda, wenn die Sonne aufgeht,
und sag der ganzen Welt, sie soll dahin, wo der Pfeffer wächst!
[Bridge – langsam, böse und dreckig]
Hörst du's heulen, dann bleib bloß weg,
vielleicht ist's der Wind, vielleicht der Höllenschreck.
Siehst du Rauch, verbrennt mir grad das Essen,
siehst du mich winken, solltest du die Gegend vergessen!
Ich bin nicht verloren, ich bin genau da,
wo selbst der liebe Gott sagt: „Ich war niemals da!“
[Letzter Refrain]
Ich zieh dahin, wo die letzte Straße verreckt,
wo der Mond schief hängt und die Wahrheit im Dreck steckt.
Drei Wochen Vorwarnung – das ist mein Alarmsystem,
genug Zeit, um ganz gemütlich aus dem Staub zu geh’n.
Ich bin König vom Nirgendwo, besoffen auf dem Thron,
mit ’nem räudigen Hund und ’nem Telefon aus Stein.
Erzählt der ganzen Welt, dass ich endgültig durchdreh’ –
ich hab mein Loch gefunden, und das Loch tut verdammt weh!
[Outro – gesprochen, rau und knurrig]
„Und jetzt runter von meinem Grundstück …
… falls du diesen verdammten Fleck überhaupt findest.“
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